Posts mit dem Label Informatik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Informatik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 3. August 2015

"Zündeln" (2)

Für diese Bastelarbeit benötigt man ein paar alte, bunte Kerzenreste und ein wassergefülltes Glas, das sich nach oben hin nicht verjüngen soll (keine Marmeladengläser verwenden!). Die Kinder dürfen eine Kerze anzünden und schräg über das Glas halten, sodass das Wachs auf die Wasseroberfläche tropft. Dabei müssen sie gut darauf achten, sich weder mit der Flamme, noch mit dem Wachs zu verbrennen. Ob dann auch alle Tropfen ins Glas fallen? Sicherheitshalber vorher die Arbeitfläche mit Papier, besser mit einer feuerfesten Unterlage (siehe Kommentare), schützen.
Jedes Kind beginnt mit einer anderen Farbe und tropft solange es möchte. Die Kerzen können weitergereicht oder sicherheitshalber ausgeblasen werden. Achtung, dabei kann flüssiges Wachs wegspritzen! Dann wird eine andere Farbe gewählt und so fährt man fort, bis die Scheibe dick ist, also eine gewisse Festigkeit aufweist. Mit einer heißen Sticknadel vorsichtig ein Loch zum Durchziehen eines Fadens bohren. Zu dünne Scheiben brechen leicht und man kann sie schlecht aufhängen.
Warum schwimmen die Tropfen eigentlich auf der Oberfläche? Warum wird Flüssiges plötzlich fest? Bei Gruppen von Kindern unterschiedlichen Alters bietet sich an, die Älteren mit dem Erforschen zu beauftragen, während sich die Betreuungsperson den kleineren Künstlern widmet und darauf achtet, dass nichts passiert. Wieder steht eine Schale mit Wasser bereit, in die die brennende Kerze im Notfall schnell hineingeworfen werden kann.

Die Ergebnisse sind fantastisch!

Wir bemerken, dass die Erstarrungsformen der Tropfen (an den Unterseiten der Scheiben) erstarrter Lava ähneln und sehen uns dazu einige Bilder an.

Gegen eine Lichtquelle gehalten.

Die Kinder stoßen bei ihrer Recherche im Internet sofort auf die passenden Antworten, unter anderem bei "Nela forscht". Während die kleinen Kinder mit den erstarrten, vorsichtig aus den Gläsern genommenen, Scheiben spielen, tropft nun die Forschergruppe.
Ich beobachte, dass die Kinder beim Spielen die Scheiben nach ihrer Stärke ordnen (woran ich wiedereinmal gar nicht gedacht habe), von dick nach dünn und umgekehrt. Es ist nicht immer eindeutig, sie nehmen eine Waage zu Hilfe, die im Steitfall entscheidet.
Ganz unpassend zur Jahreszeit möchte ich noch ergänzen, dass sich die bunten Schmuckstücke wunderbar als Anhänger für den Weihnachtsbaum eignen (eventuell Glitter miteingießen).
Es ist empfehlenswert, die Kerzenbastelei während der warmen Jahreszeit durchzuführen, wenn das Lüften des Arbeitsraumes uneingeschränkt möglich ist.

Dienstag, 20. Januar 2015

Bauen und Schrauben

Hmm, was das wohl sein mag? Eine alte Festplatte, die die Kinder mit Freude zerlegen und dabei fotografieren. Es war gar nicht so einfach, eine zu finden, die nicht einen speziellen Schraubenzieher verlangte, aber wir haben es geschafft.
Wozu das gut sein soll? Erstens interessieren sich die Kinder nicht unbedingt für Informatik, wie ich schon einmal erwähnte, und zweitens lernen sie so viele Dinge kennen. Ich wusste nicht, wie es drinnen aussieht und auch die kleinen Feuchtigkeitsfresser hätte ich nicht vermutet. Drittens lernen die Kinder, weil sie unmittelbar beim Aufschrauben bemerken, dass Staub sofort an den Teilen haftet, warum man empfindliche Elektronikteile nicht einfach öffnen und reparieren kann und dass die Produktion unter Schutzatmosphäre erfolgen muss.







Wer genau hinsieht, kann übrigens erkennen, dass
bei uns sogar die Kamera bunt angemalt ist!
Etwas einfacher, aber auch ganz toll sind Metallbausätze, die
ich natürlich mal beim Flohmarkt ergattert habe.
Ein Baustein-Klassiker für die Kleinen. Baby an Board!

Danke an einen lieben alten Freund, der uns vor Weihnachten mit allerhand elektronischen Teilen zum Schrauben und mit einem ausgemusterten Computer versorgt hat, der meine Arbeit wirklich sehr erleichtert. Zum Glück hat er den Kindern auch alles so gut erklärt, sodass sie mir jetzt helfen können, wenn ich einmal etwas nicht weiß...

Sonntag, 7. Dezember 2014

Der Typ mit der coolsten Brille...

...ist mit Sicherheit zur Zeit mein kleinster Sohn, denn die Brillenflut, die man unten sieht, hat er sich selbst ausgedruckt und er druckt weiter und weiter, wenn ich mir nicht rechtzeitig ein gutes Ablenkungsmanöver einfallen lasse. Abgesehen davon, dass ich toll finde, dass er nach zweimaligem Zusehen wusste, was er anklicken muss, damit der Drucker die nächste bunte Brille ausspuckt, waren seine Ideen witzig und er übte viel mit der Schere.



Coole Gesichter,
mit tollen Brillen,
ganz alleine gemacht!
Witzig, oder?
Von meiner Tochter.

Unser Tischfreund probierte auch geduldig alle Brillen an. Wie ich auf Brillen komme? Gar nicht, mein Sohn wollte unbedingt welche und zwar sehr hartnäckig. Meine Bedingung war, dass er die Ausdrucke verwenden musste, nicht nur drucken und lagern, seine Leistungen waren ganz toll, schnipseln, malen und natürlich selbst durchsehen.
Beim Legen, wie beim Malen wurden Körperteile wiederholt und die Feinmotorik trainiert.

Dass mein kleiner Sohn so flott den Umgang mit dem Drucker beherrschte, spornte seine beiden großen Brüder an, die heuer beide Informatik machen müssen und alles andere als erfreut darüber sind. Ich habe schon vieles versucht, um ihnen den ungeliebten Gegenstand schmackhaft zu machen, aber die Tatsache, dass ihr bald 4-jähriger Bruder etwas besser beherrscht, als sie, wirkte wie ein Wunder und binnen kürzester Zeit saßen sie schon und druckten Bilder ihrer Lieblingsmusikgruppen.
Als nächstes habe ich meinem Kleinsten gezeigt, wie man ein Bild einfügt und wieder erfolgte die erwünschte Kettenreaktion!

Einmal mehr ein Projekt, dass trotz meiner anfänglichen Skepsis ein großer Erfolg wurde, dank der Sturköpfigkeit meines jüngsten Sohnes! Die Tatsache, dass er manches einfach nicht haben kann, auch wenn er noch so möchte, brachte mich und seine Geschwister auf eine tolle Idee, das ist aber eine andere Geschichte.