Auch wenn es bei uns gerade taut, zeige ich in nächster Zeit noch ein paar Winterbilder. Hin und wieder schneit es, doch soviel von der weißen Pracht, wie wir schon hatten, wird uns wohl heuer nicht mehr erfreuen. Für alle, die in schneearmen Gebieten leben, die Posts lassen sich auch nächstes Jahr unter dem Label "Winter" wiederfinden.
Bewegung an der frischen Luft.
Riesige Eiszapfen
Und ein Ei aus Eis? Einfach etwas Lebensmittelfarbe in einen Luftballon geben,
Wasser einfüllen (etwas schwierig, Spritzgefahr!) und
im Kühlfach vorfrieren. Dann als Deko in den Garten!
Je nach dem, welche Ballons man verwendet, variieren Größe und Form der Eisgebilde. Die Sprünge in unserem Ei entstanden durch die Temperaturschwankungen im Freien und die Farbe sieht auf den Fotos, im Gegensatz zur Realität, leider unspektakulär aus. Ein besseres Bild dieser lustigen Deko-Idee findet ihr hier bei Pinterest.
Die schwarze Scheibe, auf der meine Kinder die Murmeln so sorgsam drapiert haben, ist eigentlich eine Balancescheibe, die man für Fußgymnastikübungen benutzt. Witzig ist, dass ich den Kindern weder gesagt, dass sie mit Murmeln spielen sollen, noch sonst irgendetwas. Eines Morgens haben sich im Kinderzimmer "verschanzt". Die lange, für gewöhnlich beunruhigende, Stille alarmierte meinen Mutterinstinkt und als ich besorgt die Tür aufriss, saßen alle fünf vor der Scheibe und ordneten die bunten Murmeln behutsam an. Und am Ende war das Gewicht so ausgeglichen, dass sie die Scheibe sogar vorsichtig drehen konnten!
Eines meiner Lieblingsspiele hat auch mit Gleichgewicht zu tun. Ich bin nicht sicher, ob man es noch kaufen kann, da es schon alt ist und vom Flohmarkt stammt. Wer genau hinsieht, kann es ganz leicht aus halbkugelförmigen Holzbausteinen und kleinen, stapelbaren Holzteilen selbst basteln. Ansonsten benötigt man lediglich einen Würfel in den Farben der Halbkugeln.
Viele, viele Kiefernzapfen, bunte Bänder und Bambusstämme. Die Idee aus den drei Komponenten ein Mobile zu kreieren, rettete den Müll vor den Tonne und machte uns Spaß. Wie so oft erkennen wir, wie wichtig gute Zusammenarbeit ist.
Mit den Zapfen beginnen. dann den Oberteil ausbalancieren.
Mit bunten Federn verzieren.
Während der Herstellung konnte ich nicht fotografieren, weil ich schlichtweg keine Hand frei hatte. Unsere Bänder waren viel zu rutschig, letztendlich wurden wir ihnen mit der Heißklebepistole Herr. Die asiatische Dame, für die diese Übung garantiert eine leichte gewesen wäre und ohne die die Idee, ein Mobile anzufertigen, vielleicht nie entstanden wäre, erscheint heute in meiner Reihe "Starke Frauen". (Bereits erschienene Beiträge findet ihr auf unserer Gedanken-Seite.)
Wichtig erscheint mir hinzuzufügen, dass ich keine Feministin bin und auch Beiträge über starke Männer veröffentlichen möchte, aber auf Grund mangelnden Angebotes (Scherz!) und permanenter Überbeschäftigung (kein Scherz) gilt "Ladies first!".
(Ich würde mich freuen, wenn einige LeserInnen Vorschläge zu diesem Thema machen möchten. Ein kleines Sammelsurium von Frauen und Männern mit besonderen Eigenschaften oder Fähigkeiten finde ich positiv und schön, es zeigt uns, dass jeder Mensch einzigartig und besonders ist, sowie dass wir alle noch etwas lernen können! Abgesehen davon, es spricht einmal mehr der innere Lehrer, lassen sich die Videos auch pädagogisch nutzen.)
... oder ein neuer Fall für "Selfwoman". Habt ihr schon einmal den Reifen eines uralten Kinderrades gewechselt? Also das war mein erster und es war echt schwer, den steinharten Mantel von der Felge zu bekommen. Zu meiner Freude haben die Kinder die Räder vom Fahrrad abmontiert, nachdem ich die festgerosteten Schrauben mit allen erlaubten und unerlaubten Hilfsmitteln, wie Rohr- und Flachzange, gelockert hatte. Mein Plan war, den Kindern zu zeigen, wie man Reifen wechselt, Ventile einrichtet, Lenker und Sitz verstellt, Bremsen nachzieht, Schaltung korrigiert, Kette schmiert und Kotflügel repariert, damit sie diese Arbeiten später einmal selbst durchführen können. Und es funktionierte! Ich benötigte zwar zwei Tage (weil ich nach dem ersten Reifenwechsel nicht mehr genügend Kraft in den Händen hatte), aber nun sind alle Räder generalüberholt. Witzig ist, dass sich bei der ersten gemeinsamen Ausfahrt mein(!) Fahrradständer lockerte, sodass wir erst weiterfahren konnten, nachdem ich ihn mittels Fahrradschloss provisorisch am Rahmen befestigt hatte.
Insgesamt machte uns die Arbeit, wenn auch nicht so einfach wie gedacht, großen Spaß und wir konnten alle daraus lernen (fürs Leben).
Schlauch und Mantel getauscht.
Kleine Helfer, große Hilfe.
Um meine kürzlich begonnene Serie, "Starke Frauen" (Gedankenseite), fortzusetzten und um mich nicht, wegen ein paar neuer Reifen, als Heldin darzustellen, stelle ich nun eine richtig starke Frau und liebe Freundin vor, die sich in der internationalen Parkour und Freerunning Szene bereits einen Namen gemacht hat. Das Besondere, sie unterrichtet nicht nur Sport, sondern ihr könnt euch gerne an sie wenden, um Kindern eine Schnupperstunde oder eine Ausbildung angedeihen zu lassen. Dazu bitte einfach über Facebook oder mittels Kommentar bei Youtube direkt mit Christanja Kontakt aufnehmen.
Zum letzten Video, von dem ich anfangs dachte, es zeige ihre aktuelle Leistung, meinte Christanja, da habe sie gerade erst mit Trainieren begonnen(!). Aber seht einfach selbst, wie rund und gleichförmig sie, im Vergleich zu anderen Größen dieser Sportart (Video 2), ihre Bewegungsabläufe gestaltet.
Schön, dass sie mit viel Freude und Engagement ihr Wissen und Können an Kinder weitergibt!
...wie Homeschooling, es ist nicht orientierbar, es gibt kein Innen und Außen. Aus den Ölkreidebildern, die die Kinder auf heißem Untergrund gestaltet haben, fertigen wir so ein Band.
Streifen schneiden und
Unterseite an Oberseite zusammenkleben.
Wir zeichnen der Länge nach eine Linie und kommen wieder am Ausgangspunkt an.
Wenn wir dieser Linie entlang schneiden,
zerfällt es nicht in zwei Teile.
Und nocheinmal der Länge nach geschnitten.
Wer es genauer wissen will, sieht, wie wir, hier nach.
Früh morgens stürzt mein Ältester zum Tiefkühlfach, holt das am Vorabend eingefrorene Eis heraus und startet einen Versuch, den er in einem Physikbuch entdeckt hat. Sein Eifer ist derart groß, dass er erst danach frühstücken möchte!
So viel Freude am Lernen und Lust am Leben, gleich nach dem Aufstehen- ist das nicht das schönste Geschenk, dass man als Homeschoolmama bekommen kann?
Das Eis lockt auch die anderen, während er
es zerkleinert und in ein Glas gibt. In ein zweites Glas
füllt er warmes Wasser, färbt es rot und das
Eiswasser blau
Er verschließt die Gläser, sticht zwei Löcher
in die Folie und versenkt beide in
größeren, (kalt-)wassergefüllten Gläsern. Nach kurzer
Zeit strömt das heiße Wasser aus den Löchern, während
Für diese Bastelarbeit benötigt man ein paar alte, bunte Kerzenreste und ein wassergefülltes Glas, das sich nach oben hin nicht verjüngen soll (keine Marmeladengläser verwenden!). Die Kinder dürfen eine Kerze anzünden und schräg über das Glas halten, sodass das Wachs auf die Wasseroberfläche tropft. Dabei müssen sie gut darauf achten, sich weder mit der Flamme, noch mit dem Wachs zu verbrennen. Ob dann auch alle Tropfen ins Glas fallen? Sicherheitshalber vorher die Arbeitfläche mit Papier, besser mit einer feuerfesten Unterlage (siehe Kommentare), schützen.
Jedes Kind beginnt mit einer anderen Farbe und tropft solange es möchte. Die Kerzen können weitergereicht oder sicherheitshalber ausgeblasen werden. Achtung, dabei kann flüssiges Wachs wegspritzen! Dann wird eine andere Farbe gewählt und so fährt man fort, bis die Scheibe dick ist, also eine gewisse Festigkeit aufweist. Mit einer heißen Sticknadel vorsichtig ein Loch zum Durchziehen eines Fadens bohren. Zu dünne Scheiben brechen leicht und man kann sie schlecht aufhängen.
Warum schwimmen die Tropfen eigentlich auf der Oberfläche? Warum wird Flüssiges plötzlich fest? Bei Gruppen von Kindern unterschiedlichen Alters bietet sich an, die Älteren mit dem Erforschen zu beauftragen, während sich die Betreuungsperson den kleineren Künstlern widmet und darauf achtet, dass nichts passiert. Wieder steht eine Schale mit Wasser bereit, in die die brennende Kerze im Notfall schnell hineingeworfen werden kann.
Die Ergebnisse sind fantastisch!
Wir bemerken, dass die Erstarrungsformen der Tropfen (an den Unterseiten der Scheiben) erstarrter Lava ähneln und sehen uns dazu einige Bilder an.
Gegen eine Lichtquelle gehalten.
Die Kinder stoßen bei ihrer Recherche im Internet sofort auf die passenden Antworten, unter anderem bei "Nela forscht". Während die kleinen Kinder mit den erstarrten, vorsichtig aus den Gläsern genommenen, Scheiben spielen, tropft nun die Forschergruppe.
Ich beobachte, dass die Kinder beim Spielen die Scheiben nach ihrer Stärke ordnen (woran ich wiedereinmal gar nicht gedacht habe), von dick nach dünn und umgekehrt. Es ist nicht immer eindeutig, sie nehmen eine Waage zu Hilfe, die im Steitfall entscheidet.
Ganz unpassend zur Jahreszeit möchte ich noch ergänzen, dass sich die bunten Schmuckstücke wunderbar als Anhänger für den Weihnachtsbaum eignen (eventuell Glitter miteingießen).
Es ist empfehlenswert, die Kerzenbastelei während der warmen Jahreszeit durchzuführen, wenn das Lüften des Arbeitsraumes uneingeschränkt möglich ist.
Um den sicheren Umgang mit Feuer zu erlernen, die große Neugierde der Kinder zu stillen und um etwas Physikwissen in den Alltag zu schmuggeln, habe ich einige wunderbare Aktivitäten mit Feuer zusammengetragen und gemeinsam mit ihnen umgesetzt. Damit auch sicher nichts passieren kann, waren meine beiden Großen, als stets einsatzbereite Feuerwehrmänner, mit einer Gießkanne zur Stelle.
Ich halte es für wichtig, gemeinsam mit den Kindern gefährliche Dinge zu erkunden, um zu verhindern, dass sie deren Erforschung in einem unbeobachteten Moment allein in die Hand nehmen. So habe ich selbst als kleines Kind, bei den geheimen Versuchen ein Feuer am Tisch zu entzünden, mehrere Aschenbecher gesprengt. Das Löschen und Entsorgen der heißen Teile bereitete mir damals große Schwierigkeiten, mein Herz klopfte bis zum Hals und zum Glück kam ich mit Brandblasen davon. Hätte ich damals gewusst, wie sich Glas, das plötzlich erhitzt wird, verhält oder hätte ich Handschuhe und einen Löschwasserkübel an meiner Seite gehabt, wären meine Experimente sicherer und weniger schmerzhaft verlaufen. Derart sichere Versuche können weiters helfen, die Angst vor Feuer zu überwinden und panische Reaktionen durch überlegtes, logisches Verhalten zu substituieren. Zum Verhalten im Brandfall findet ihr sehr ansprechend und einprägsam gestaltete Hefte in den Lehrmittelperlen, Tipps und Links zum Thema in der Lehrmittelboutique!
Buntes Wasser (die andere Geschichte!), brennendes Teelicht.
Hohes, schmales Glas darüber stülpen, Teelicht
erlischt und Wasser steigt hoch (Unterdruck).
Weniger Wasser wird ganz ins Glas gesaugt!
Mit diesem Trick lässt sich eine Münze, die zuvor in den wassergefüllten Teller gelegt wird, aus dem Gefäß nehmen, ohne dass die Finger dabei nass werden. Diese Idee kann man auch bei einer Party oder im Rahmen einer Zaubershow vorführen (lassen).
Zum Versuch wäre noch anzumerken, dass der Unterdruck nicht nur durch die Hitze im Glas, sondern auch durch die Gase der verlöschenden Kerze, entsteht. Wer es ganz genau wissen will, findet dieses und andere spannende Experimente (inklusive leicht verständlicher Erklärungen!) bei http://www.experimentis.de/.
Heute zeige ich drei einfache und günstige Aktivitäten, die auch kleinen Kindern Freude machen. Als erstes der selbstgebastelte Rasensprenger. Dazu in eine leere PET Flasche mittels erhitztem (Kerze) Körner Löcher schmelzen, Gartenschlauch kann gehalten oder mit Gewebeband festgeklebt werden, Wasser marsch...
Nur zwei Löcher.
Großer Druck.
Viele Löcher, weniger Druck.
Anschaulich-Druck oben geringer als unten!
Ideale Wasserbälle fürs Pool- oder als witzige Abkühlung.
Falten und schwimmen lassen.
Motorboot funktioniert mit...
Geschirrspülmittelantrieb! Hierzu ein Schiffchen auf die Wasseroberfläche setzen und mittels eines Zahnstochers Geschirrspülmittel ins Wasser geben. Die enthaltenen Tenside zerstören die Oberflächenspannung und das Boot fährt los. Das Wasser muss allerdings nach jeder Fahrt ausgetauscht werden. Wie man es effektiv/kreativ weiter nutzen kann, ist eine andere Geschichte...